Stress

Was ist Stress?

Stress ist ein Zustand, ein Cocktail,
der oftmals einerseits aus Erinnerungen an Vergangenes und aus Vorstellengen des Zukünftigen besteht. Betrachtet man das „Hier und Jetzt“ genau, so kann es im einzelnen Augenblick kaum das Gefühl des gestresst seins geben. Eine Möglichkeit, damit um zu gehen, ist die Präsenz des „gerade Jetzt“ bewusster zu erleben. Gelingt es, dies in den besondern Zeiten der Pausenbedürftigkeit zu tun, kann dies eine Quelle der Erholung und Entspannung werden.
Oftmals braucht unser Bewusstsein eine ganze Weile, bis es die eigenen Signale wieder zu erkennen lernt. Wir sind es gewohnt, körperliche und seelische Signale als Ablenkungen auszublenden, da sie zu einer, vom Verstand als falsch empfunden Zeit kommen, man keine Zeit hat gerade etc. Oftmals hat man keine Rückzugsmöglichkeit und wenn, dann höchstens ein paar Minuten Zeit.

Es gibt eine Reihe kleiner Übungen, die die Präsenz im Hier und Jetzt erhöhen.
Als Übung, sich auf den nötigen Dialog zwischen Körper und Seele, zwischen Spannung und Entspannung, Höhe und Tiefe der Leistungsfähigkeit einzustellen ist es hilfreich, von Zeit zu Zeit bewusst in sich hinein zu lauschen. Häufig haben wir Schwierigkeiten, die Signale des Körpers zu würdigen, da sie zur „falschen Zeit“ kommen und wir gelernt haben, sie deshalb aus zu blenden.

Haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie

  • Sich mitten am Tag plötzlich müde gefühlt haben
  • Während einem Gespräch oder einer Besprechung abwesend waren oder Tagträume hatten
  • Unerklärliche Fehler bei ganz einfachen Dingen gemacht haben
  • Sich plötzlich nicht mehr an etwas Vertrautes, z. B. Namen, ein bekanntes Wort oder einen Vorgang erinnern konnten
  • Bestimmte gesellschaftliche Zusammenhänge übersehen haben
  • Etwas falsches gesagt haben
  • Plötzlich das Gefühl hatten, den Tränen nahe zu sein

Leider ignorieren und überspielen
die meisten von uns die Signale der körperlichen und seelischen Systeme häufig. Wenn wir das Bedürfnis Tage, Monate oder sogar über Jahre hinweg ständig ignorieren, unterbrechen wir die natürlichen Rhythmen der Regeneration des Körpers und der Seele. Zunächst fühlt sich das Wegdrücken von Pausensignalen gut an, durch die Stressbewältigungsstrategien stellt der Körper besondere Hormone und Botenmoleküle frei, welche für einen „Energieschub“ sorgen. Man wird wie „high“ von den eigenen Hormonen. Indem man weitermacht, die Signale des Körpers zu ignorieren, kann man sich noch eine ganze Weile wohl fühlen. Irgendwann jedoch hat man sich selbst in einen Zustand gesetzt, den man „high“ nennt und der mitunter an einen wirklichen Rausch erinnert und sogar den Eindruck von Sucht erweckt. In diesem Stadium treten häufig folgende Symptome auf: Beschleunigung des Verhaltens, Überhastete und unter Druck durchgeführte Interaktionen, Stress, Reizbarkeit, Ungeduld und egozentrisch wirkendes Verhalten. Ist man erst in diesem Zustand, fällt es schwer, aufzuhören. Denn das subjektive Gefühl ist womöglich ziemlich von Größenphantasien durchsetzt und hat mit der Wirkung, die so jemand auf die Umwelt hat, wenig gemeinsam. Dramatischer wird es in den nächsten Phasen, körperliche Funktionsstörungen wie Gedächtnisstörungen, grobe motorische Fehlleistungen, Reaktionsverlangsamung sowie eine erhöhte Neigung zu Unfällen treten auf.

Weitere Symptome werden durch die kumulative Wirkung des chronisch hohen Pegels an Stress – Botenmolekülen verursacht. Nach Hans Selye (Neurophysiologe und Stressforscher) treten dadurch seelische und körperliche Schäden auf. Diese Störungen können sich äußern vor allem in Schlafstörungen, Magen – Darm – Störungen sowie Herzstörungen.

Ein erstes kostenloses Beratungsgespräch können Sie unter der Tel.-Nr.: 030 - 301 24 767 vereinbaren.